„Ausbildung mal anders erleben. Eine besonders Kuh-le Erfahrung!“

Auszubildende absolvieren zweitägiges landwirtschaftliches Praktikum

Die angehenden Bankkaufleute aus dem zweiten und dritten Lehrjahr Nicole Prips, Annika Siemens, Adriane Wessels und Kerstin Hüls hatten die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit auf einem Bauernhof zu bekommen und neben dem Bankalltag ein völlig anderes Berufsbild kennenzulernen.


An zwei Tagen konnten unsere Auszubildenden auf den Höfen der Familie Dojen in Ayenwolde und der Familie Haßbargen in Barstede reinschnuppern. Gleich am Montagmorgen schlüpften sie in ihre Gummistiefel und nicht wie gewohnt in Pumps. Zusammen mit dem Vorstand Ulrich Jungmann, der Firmenkundenberaterin und Prokuristin Sandra Erfmann und dem Ausbildungsleiter Jan Akkermann lernten die Hofhelferinnen die Landwirte kennen.


Am Vormittag gab es einen ausführlichen Rundgang über den gesamten Betrieb. Die Landwirte erklärten zahlreiche organisatorische Dinge. Auch am PC gibt es in der Landwirtschaft heutzutage viele administrative Aufgaben. Diverse Formulare müssen zu allen Belangen der Tiere akribisch ausgefüllt werden. Zudem kann eingesehen werden, welche Kuh wie viel Milch gegeben hat und wie die Werte dieser Milch sind. Dementsprechend wird das Futter der Tiere angepasst bzw. beeinflusst, um eine gute Milchleistung zu erzielen.


Für alle Auszubildenden startete der landwirtschaftliche Arbeitsalltag mit dem Ausmisten der Kälberställe. Die Boxen wurden neu eingestreut und die Jungrinder wurden versorgt. Am späten Nachmittag wurden die Milchkühe vom Feld geholt und in die Ställe gebracht. Das Futter wurde gemischt und mit dem Mischwagen für die rund 400 bis 500 Tiere ausgeteilt. Im Anschluss wurden die Milchtiere gemolken. Auch dabei durften die Auszubildenden helfen. Über 200 Milchtiere müssen tagtäglich zwei Mal gemolken werden, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Der Kontakt und der gute Umgang mit den Tieren sind dabei sehr wichtig.


Der nächste Morgen startete sehr früh, da die Auszubildenden an diesem Tag beim morgendlichen Melken mithelfen konnten. Im Laufe des Vormittags kam der Besamungstechniker vom VOST (Verein Ostfriesischer Stammviehzüchter) und erklärte, was er zu tun hat. Worauf kommt es bei einer künstlichen Besamung an und wie wird bestimmt, welches Bullensperma zu welcher Kuh passt?


Weiter ging es mit der „hofinternen“ Fahrstunde. Der Hoftrack und der Trecker sind die wichtigsten Fahrzeuge, die auf einem Landwirtschaftlichen Betrieb nicht wegzudenken sind. Das Bedienen der Maschinen musste also erlernt werden, um im Anschluss das Futter an die Tiere heran zu schieben. Am späten Nachmittag fuhren zwei Auszubildende mit Herrn Dojen nach Riepe, um Stroh zu pressen. Die Rundballen wurden anschließend zum Hof nach Ayenwolde gebracht.

Insgesamt war es eine großartige Erfahrung und eine willkommene Abwechslung zum Bankalltag. Für die Raiffeisenbank eG, Moormerland ist es wichtig, die Beziehung zu den landwirtschaftlichen Kunden, eine der wichtigsten Kundengruppen der Genossenschaftsbank, aufrechtzuerhalten und auszubauen. Denn für die Bank hat das Regionalprinzip eine große Bedeutung im Hinblick auf die Gründung der Volks- und Raiffeisenbanken. Man trägt eine Verantwortung für die Mitglieder, sie stehen mit der Region im Fokus und sollen gefördert werden.


Die Auszubildenden haben in den zwei Tagen viel gelernt. Nicht nur für die Arbeit, sondern auch für ihr Leben. Sie nehmen mit, dass die Arbeit in der Landwirtschaft ein anstrengender Job ist, in dem man zwar sieben Tage die Woche beschäftigt ist, aber dennoch sehr viel Spaß haben kann.

Bildunterschrift v.l.n.r.:

Gerhard Dojen (Landwirt - Ayenwolde), Sandra Erfmann (Leiterin Firmenkundenberatung und Prokuristin), Ulrich Jungmann (Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank eG, Moormerland), Jan Akkermann (Ausbildungsleiter), Nicole Prips (Auszubildende), Adriane Wessels (Auszubildende) und Kerstin Hüls (Auszubildende). Es fehlten Annika Siemens (Auszubildende) und Dirk Haßbargen (Landwirt- Barstede).